GemeindeKINOs schaffen KINOgemeinden

Erlebt echte Kinomomente bei euch im Ort!

Wir von Filmdelights stellen Euch Filme zur Verfügung mit denen Ihr Eure eigenen Filmabende gestalten könnt.

Anstatt allein daheim, könnt Ihr gesellschaftlich relevante Kinoproduktionen auf der großen Leinwand gemeinsam erleben.

Filmauswahl

Wir haben uns Filmen verschrieben, die das Bewusstsein auf Themen der Zeit schärfen, sich mit umwelt-, frauenpolitischen und sozialen Themen auseinandersetzen und einen gewissen Bildungsauftrag erfüllen. Ein großer Schwerpunkt liegt dabei auf österreichischen Filmproduktionen.

Wir empfehlen:

Ort ohne Erinnerung

Kaisersteinbruch, ein unscheinbarer Ort im Osten Österreichs. Man fährt an einer Mauer vorbei. Ein Plakat wirbt für ›Unser Heer‹. Ein Schild ›Militärisches Sperrgebiet. Lebensgefahr.‹ Man würde nicht sofort an eines der größten Kriegsgefangenenlager des Deutschen Reichs denken, das sich hier befand. Die vielschichtige und tragische Vergangenheit reicht von den kaiserlichen Steinbrüchen, mit deren Steinen Schlösser und Paläste ausgestattet worden waren, über die Lager aus den Weltkriegen bis in die Gegenwart. Sie ist im Untergrund, wie vereinzelte Mauerreste, Zäune und Gebäude zeigen, mit einer neuen Geschichte überdeckt, die die alte nicht auslöscht, ein dahindu?mpelnder Ort, der sich bemüht zu überleben. Man spricht nicht viel darüber. Auch nicht davon, dass hier Soldaten aus achtzehn verschiedenen Nationen gefangen, viele von ihnen umgekommen oder ermordet worden waren. Heute noch suchen ihre Nachfahren regelmäßig nach Überresten und besuchen den Friedhof des ehemaligen Lagers. Und wie erging es den Frauen, die mit französischen Kriegsgefangenen eine Beziehung aufgenommen hatten? Und wie den Kindern, die daraus entstanden sind? Wurden die Verhältnisse entdeckt, bedeutete es für die Frauen, im Kerker oder in KZs zu landen. Diese Familiengeheimnisse bestehen bis heute und belasten die Betroffenen. Für die Bewohner:innen des Ortes stellt der Film die Frage, wie Geschichte umgewandelt oder zum Verschwinden gebracht wird und wie sie den Alltag bestimmt.

Renate

Mit über 90 Werken zählt die 87-jährige Renate Welsh zu den prägendsten Autorinnen der österreichischen Kinder- und Jugendliteratur. Der Film „Renate“ folgt ihrem bewegten Leben – von ihrer Kindheit voller Schuldgefühle bis zu ihrer literarischen Arbeit mit Christine Nöstlinger und Mira Lobe für sprachlose Außenseiter:innen. In ihren Schreibwerkstätten leitet sie schreibferne Menschen wie Obdachlose oder Bergbäuerinnen an, ihre eigene Stimme zu finden. Doch ein plötzlicher Schlaganfall raubt ihr selbst Stimme und Mobilität. Ein berührendes Porträt über eine außergewöhnliche Autorin, die die fremde und eigene Sprachlosigkeit überwindet und nie aufgehört hat, Geschichten zu erzählen.

Die Kunstkomplizen

PRINZpod ist es gelungen, seit über vierzig Jahren gemeinsam zu leben und zu arbeiten und dabei ein Werk von großer poetischer und politischer Strahlkraft zu schaffen. Ihre Praxis umfasst Bildende Kunst, Design, Architektur und Film — getragen von einem Geist der Solidarität, des Antikapitalismus, des Anarchismus, von der Lust am Experiment und an subversiven Interventionen. Der Film gibt nicht nur einen Einblick ins künstlerische Universum der PRINZpods, sondern ist auch das berührende Porträt eines Künstlerpaares, dem es gelingt, über Jahrzehnte hinweg die kreative Flamme lebendig zu halten – im Dialog, im Widerstand und im gemeinsamen Alltag.

Familie Faultier - Kochen auf der Überholspur

OT: The Sloth Lane AUS 2024 | Tania Vincent, Ricard Cussó | 84 min
Nachdem ein heftiger Sturm ihr Heimatdorf verwüstet hat, stehen das flinke Faultiermädchen Laura und ihre Familie vor einer großen Herausforderung: Sie müssen ein neues Zuhause finden. Mit ihrem alten, klapprigen Food-Truck wagen sie sich in die Großstadt, um sich ein neues Leben aufzubauen – und tatsächlich wird ihr kleiner Imbiss durch ihre einzigartigen Kochkünste schon bald ein voller Erfolg. Doch nicht alle freuen sich darüber: Die Gepardin Dotti Pace, deren Fast-Food-Imperium in einer Krise steckt, sieht in den Faultieren eine große Bedrohung und versucht mit allen Mitteln, ihre Rivalen loszuwerden. Kann sich die Familie Faultier gegen die gerissene Gepardin durchsetzen?

Vier minus drei

AT/DE 2026 | Adrian Goiginger | 120 min Mit: Valerie Pachner, Robert Stadlober, Stefanie Reinsperger
Barbara (Valerie Pachner) und ihr Partner Heli (Robert Stadlober) leben als professionelle Clowns mit ihren Kindern Fini und Thimo den Traum eines alternativen, von Freude erfüllten Lebens – und lachen auch über das, was misslingt. Als Barbara wie aus dem Nichts durch einen Unfall ihre Familie verliert, bricht eine Welt für sie zusammen. Der Verlust stellt ihren Glauben an das Clownsein, an Hoffnung und an Menschlichkeit auf die härteste Probe. Doch Barbara stellt sich ihrem Schicksal. Mutig und unkonventionell findet sie ihren ganz eigenen Weg, mit der Trauer umzugehen. Und so erkennt sie Schritt für Schritt, dass das Leben trotz allem weitergeht, wenn man es wagt, ihm neu zu begegnen. Auszeichnungen: Österreichischer Filmpreis 2026: BESTE REGIE Adrian Goiginger BESTES DREHBUCH Senad Halilbašić BESTE WEIBLICHE HAUPTROLLE Valerie Pachner BESTE MÄNNLICHE NEBENROLLE Robert Stadlober BESTES CASTING Angelika Kropej

Ein Tag ohne Frauen

USA/ISL 2024 | Pamela Hogan | 71 min
Als 90 Prozent der isländischen Frauen an einem Herbstmorgen im Jahr 1975 ihre Arbeit niederlegten und ihre Häuser verließen, weil sie sich weigerten zu arbeiten, zu kochen oder sich um die Kinder zu kümmern, brachten sie ihr Land zum Stillstand und katapultierten Island zum „besten Ort der Welt, um eine Frau zu sein“. Zum ersten Mal von den Frauen selbst erzählt und mit spielerischen Animationen versehen, ist EIN TAG OHNE FRAUEN subversiv und unerwartet lustig. „Wir liebten unsere chauvinistischen Schweine“, erinnert sich eine der Aktivistinnen, “wir wollten sie nur ein wenig verändern!“ Der Film erscheint pünktlich zum 50. Jahrestag des Streiks im Jahr 2025 und regt mit seiner Botschaft über die kollektive Kraft der Frauen, ihre Gesellschaft zu verändern, dazu an, das Mögliche neu zu denken.

Otto Lechner - Der Musikant

AT 2025 | Bernhard Pötscher | 100 min Mit: Otto Lechner, Anne Bennent, Klaus Trabitsch, Peter Rosmanith, Max Nagl, Karl Ritter u.a.
Seitdem er als Teenager vollständig erblindet ist, erschließt sich Otto Lechner seine Musik und die Welt ohne Augenlicht. In OTTO LECHNER – DER MUSIKANT lässt er daran teilhaben, was das bedeutet. Er offenbart auf Zugfahrten seine Weltsicht und Philosophie und führt durch sein Elternhaus im Dunkelsteiner Wald bei Melk mit buchstäblicher Trittsicherheit. Er demonstriert an der Kirchenorgel seines Heimatortes Gansbach, wie die traditionelle Religion ihn auch musikalisch geprägt hat. Und: „Ich bin dadurch privilegiert, dass ich nix siach“, lässt er im Film wissen. Man kann Otto Lechner auch dabei zuschauen, wie er in Wien die Straße und den Donaukanal auf der Friedensbrücke überquert. Ohne fremde Hilfe. Die mitreißenden Konzertmitschnitte zeigen die große künstlerische Bandbreite Otto Lechners, an seiner Seite zu sehen und zu hören: Anne Bennent, Klaus Trabitsch, Peter Rosmanith, Arnaud Methivier, Max Nagl, Patrice Heral, Gabriel Graf, Karl Ritter und Pamelia Stickney.

Ein Tag ohne Frauen

USA/ISL 2024 | Pamela Hogan | 71 min
Als 90 Prozent der isländischen Frauen an einem Herbstmorgen im Jahr 1975 ihre Arbeit niederlegten und ihre Häuser verließen, weil sie sich weigerten zu arbeiten, zu kochen oder sich um die Kinder zu kümmern, brachten sie ihr Land zum Stillstand und katapultierten Island zum „besten Ort der Welt, um eine Frau zu sein“. Zum ersten Mal von den Frauen selbst erzählt und mit spielerischen Animationen versehen, ist EIN TAG OHNE FRAUEN subversiv und unerwartet lustig. „Wir liebten unsere chauvinistischen Schweine“, erinnert sich eine der Aktivistinnen, “wir wollten sie nur ein wenig verändern!“ Der Film erscheint pünktlich zum 50. Jahrestag des Streiks im Jahr 2025 und regt mit seiner Botschaft über die kollektive Kraft der Frauen, ihre Gesellschaft zu verändern, dazu an, das Mögliche neu zu denken.

Otto Lechner - Der Musikant

AT 2025 | Bernhard Pötscher | 100 min Mit: Otto Lechner, Anne Bennent, Klaus Trabitsch, Peter Rosmanith, Max Nagl, Karl Ritter u.a.
Seitdem er als Teenager vollständig erblindet ist, erschließt sich Otto Lechner seine Musik und die Welt ohne Augenlicht. In OTTO LECHNER – DER MUSIKANT lässt er daran teilhaben, was das bedeutet. Er offenbart auf Zugfahrten seine Weltsicht und Philosophie und führt durch sein Elternhaus im Dunkelsteiner Wald bei Melk mit buchstäblicher Trittsicherheit. Er demonstriert an der Kirchenorgel seines Heimatortes Gansbach, wie die traditionelle Religion ihn auch musikalisch geprägt hat. Und: „Ich bin dadurch privilegiert, dass ich nix siach“, lässt er im Film wissen. Man kann Otto Lechner auch dabei zuschauen, wie er in Wien die Straße und den Donaukanal auf der Friedensbrücke überquert. Ohne fremde Hilfe. Die mitreißenden Konzertmitschnitte zeigen die große künstlerische Bandbreite Otto Lechners, an seiner Seite zu sehen und zu hören: Anne Bennent, Klaus Trabitsch, Peter Rosmanith, Arnaud Methivier, Max Nagl, Patrice Heral, Gabriel Graf, Karl Ritter und Pamelia Stickney.

Mond

Die ehemalige Kampfsportlerin Sarah verlässt Österreich, um drei Schwestern aus einer reichen Familie im Nahen Osten zu trainieren. Was sich nach Traumjob anhört, nimmt bald beunruhigende Züge an: Die jungen Frauen sind von der Außenwelt abgeschottet und werden konstant überwacht. Sport scheint sie nicht zu interessieren. Was also ist der Grund, dass Sarah engagiert worden ist?

Noch lange keine Lipizzaner

„Die Macht geht vom Volk aus“, das steht in der österreichischen Verfassung – doch wer ist das Volk, wenn in Wien mittlerweile über ein Drittel der Bevölkerung nicht wahlberechtigt ist? Einbürgerung scheint in Österreich ein wahrer „Struggle“ zu sein. So auch für die Regisseurin Olga Kosanović, die, obwohl in Österreich geboren und aufgewachsen, die Staatsbürgerschaft bisher nicht erlangen konnte. In einem Kommentar in einer Tageszeitung zu ihrem Fall schreibt jemand: „Wenn eine Katze in der Hofreitschule Junge wirft, sind das noch lange keine Lipizzaner“. Abgrenzung schafft das Gefühl von Identität und Zusammenhalt: Eines starken Wir-Gedankens. Welcher Identitätsbegriff liegt einer Gesetzgebung zugrunde, die die Gesellschaft in „Wir“ und „die Anderen“ teilt? Ein Film über Zugehörigkeit – und den zweiten Versuch der Regisseurin, (endlich ganz) dazuzugehören. Mit Darsteller:innen und Gesprächspartner:innen wie Toxische Pommes, Judith Kohlenberger, Robert Menasse u.v.a.m Mit spielerischer Leichtigkeit, Humor und mithilfe vieler Expert*innen lernen wir das Staatsbürgerschaftssystem in Österreich kennen, seine Abgründe, Absurditäten und Tücken. Da stellt sich die Frage: „Wie österreichisch bist du?“ oder „Was ist denn ein echter Österreicher?“ – das Diskussionspotenzial ist enorm! Auszeichnungen: Österreichischer Filmpreis 2026 “BESTER DOKUMENTARFILM” Outstanding Artist Award in der Kategorie Dokumentarfilm 2025

Girls & Gods

AT 2025 | Arash T. Riahi, Verena Soltiz | 104 Minuten
Können Feminismus und Religion koexistieren? Girls & Gods ist eine furchtlose Reise, angeführt von Inna Shevchenko, der Autorin und Initiatorin des Projekts, um genau diese Frage zu beantworten. Shevchenko, die einst als Anführerin der Oben-ohne-Proteste von FEMEN gegen patriarchale Machtstrukturen bekannt wurde, tauscht nun Protest gegen Dialog, indem sie Priesterinnen, Imaminnen, Rabbinerinnen, Theologinnen und andere Aktivistinnen zu offenen Gesprächen einlädt. Gemeinsam setzen sie sich mit der Kluft zwischen Frauenrechten und religiösen Traditionen auseinander und fragen, ob uralte Religionen die Gleichberechtigung der Geschlechter akzeptieren können und ob der Feminismus in den heiligen Hallen einen Platz finden kann.

Andrea lässt sich scheiden

AT 2024 | Josef Hader | 90 Minuten
Niederösterreich, der Wilde Westen im Osten. Endlose Rübenfelder, ein weiter Horizont und ein ewiger Wind. Kein Platz, um sich zu verstecken. Eine Gegend, in der sich Menschen nicht gut davonlaufen können. Hier trinken die Männer beim Feiern im Wirtshaus gerne einmal auch zwölf Bier – wenn die Frauen fahren – und sind die Kreisverkehre mit lokalen Kunstwerken ausgestaltet. Bei der Verkehrskontrolle kennt Polizistin Andrea (Birgit Minichmayr) jeden Geschwindigkeitssünder persönlich. Das ist nicht immer angenehm. Kein Wunder, dass es sie in die Landeshauptstadt St. Pölten zieht, wo ein Neuanfang als Kriminalbeamtin winkt. Der Abschied ist längst beschlossene Sache – auch deswegen, weil die Scheidung von ihrem Andi ansteht (Thomas Stipsits). Er selbst will das noch nicht so recht akzeptieren und sucht Trost im Schnaps. Als Andrea ihren Noch-Ehemann eines Nachts mit dem Auto erfasst, begeht sie im Schock Fahrerflucht. Doch dann erlebt sie mit Erstaunen, wie jemand anderer ihre Schuld bereitwillig auf sich nimmt: Franz, ein Religionslehrer und trockener Alkoholiker (Josef Hader), hält sich für den Täter und wird auch von allen anderen im Dorf dafür gehalten. Während Franz wieder zu trinken beginnt und zielsicher seinem Untergang entgegen taumelt, bemüht Andrea sich, ihre Spuren zu verwischen. Das ist der Beginn einer weiblichen Emanzipationsgeschichte. Und der einzige Mann, der dabei hilfreich sein kann, ist naturgemäß ein vollkommen hilfloser.

Welcome Home Baby

AT, DE 2025 | Andreas Prochaska | 110 Minuten

Judith hat ein Haus geerbt, von dem sie noch nie gehört hat, von einer Familie, von der sie nichts wusste, die sie nie wollte und die Judith als Kind weggegeben hat. Sie fährt mit ihrem Mann Ryan nach Österreich, um den Verkauf des Elternhauses abzuwickeln. Dort trifft sie auf ihre undurchsichtige Tante Paula, die versucht, sie im Dorf zu halten. Je länger Judith in ihrer früheren Heimat bleibt, desto stärker dringen Bilder und Gefühle aus ihrem Unterbewusstsein nach oben.
Auf der Suche nach der Wahrheit entfesselt sie Kräfte jenseits ihrer Vorstellungskraft, verliert die Hoheit über Raum und Zeit – und über ihren eigenen Willen. Sie ist gefangen in ihrem eigenen Alptraum. Kann Judith den Kreislauf durchbrechen, wie es vor ihr bereits vergeblich ihre Mutter versucht hatte?

Auszeichnungen:
Österreichischer Filmpreis 2026
BESTES MASKENBILD Helene Lang

Favoriten

AT 2024 | Ruth Beckermann | 118 Minuten
Drei Jahre begleitete Ruth Beckermann eine Klasse von Schülern im Alter von sieben bis zehn Jahren und ihre engagierte Lehrerin in einer großen Volksschule im Wiener Bezirk Favoriten, einem ethnisch vielfältigen, ehemaligen Arbeiterbezirk, der medial oft auch als “gefährlichster Bezirk von Wien” gehandelt wird. Mehr als sechzig Prozent der Wiener Volksschüler benutzen Deutsch nicht als Erstsprache, und das System leidet unter akutem Lehrermangel. Obwohl diese Probleme im Film deutlich präsent sind, werden sie in FAVORITEN nicht frontal angesprochen. Stattdessen lernen wir die Kinder als Individuen kennen, wie sie in der Zeit bis zu ihrem letzten Grundschuljahr lernen, wachsen und sich entwickeln. Indem wir die “Favoriten” kennen lernen, erleben wir mit ihnen eine kritische Zeit, die ihre Zukunft entscheidend prägen wird. Im Film taucht das Publikum unmittelbar in die Realität der Schüler ein, indem aus deren Augenhöhe gefilmt wird. Die Kameraarbeit von Johannes Hammel liefert Porträts sowohl im als auch außerhalb des Klassenzimmers und lässt Beid, Hafsa, Melissa, Manessa, Mohammad und ihre Klassenkameraden im wahrsten Sinne des Wortes zu Co-Autoren des Films werden: Mit Kameras in den Händen drehen die Schüler ihr eigenes, filterloses Material, das in den Film einbezogen wird. Wir erleben die täglichen Abenteuer, Kämpfe, Niederlagen und Siege der Kindheit in einem Mikrokosmos der heutigen westeuropäischen Gesellschaft. Einer Gesellschaft, die mit Identitäts- und Migrationsfragen zu kämpfen hat, welche durch Diskussionen über Religion, Geflüchtete oder Geschlechter-gerechtigkeit von den Schülern direkt angesprochen werden.

GESCHICHTEN VOM FRANZ

Regie: Johannes Schmid AT 2022, 78 Min., Deutsch Verleih: Constantin Film

Der neunjährige Franz Fröstl wird in der Schule gemobbt, weil er kleiner ist als alle anderen und seine Stimme piepsig wird, wenn er aufgeregt ist. Als Franz im Internet den Influencer Hank Haberer entdeckt und seinem Ratschlag folgt, einfach egoistisch zu sein, verändert sich das Leben von Franz auf unerwartete Weise.

Eine charmant-witzige Verfilmung des legendären Kinderbuchklassikers von Christine Nöstlinger mit Musik von Marco Wanda.

Empfohlen ab 6 Jahren

Pumuckl und sein Zirkusabenteuer

DE 2003 | Peter Weissflog | 87 Minuten
Er kann es einfach nicht lassen: Kaum ist Pumuckl wieder zurück, bringt der aufgedrehte Kobold mit den feuerroten Haaren auch schon wieder das Leben sämtlicher Leute durcheinander, die ihm über den Weg laufen. Während er diesmal die Nerven von Ferdinand Eder strapaziert, steht er auch schon vor seinem nächsten grossen Abenteuer: Um ihre Bühnennummer mit einem Schuss echter Magie zu versetzen, entführen zwei Zirkuskünstler den kleinen Giftzwerg nämlich, weil ihnen der dabei helfen soll, gross rauszukommen. Dass die überehrgeizigen Artisten für ihren Erfolg wahrlich alles tun würden, kommt ihnen allerdings schon bald teuer zu stehen. Denn ihr Entführungsopfer fühlt sich zwischen all den Illusionisten, Tieren und anderen Sehenswürdigkeiten des Zirkus pudelwohl – und stellt ihr Leben gehörig auf den Kopf…

Elliot das kleinste Rentier

CA 2018 | Jennifer Westcott | 89 Minuten
Kurz vor Weihnachten geht Blitzen, eines der Rentiere des Weihnachtsmanns, plötzlich in Ruhestand. Das Pony Elliot sieht seine Chance gekommen, endlich seinen langersehnten Platz vor dem Schlitten zu ergattern. Doch dazu muss Elliot erst bei den Wettkämpfen gewinnen, bei denen das neue Zugtier gefunden werden soll. Doch Rentier-Cheftrainer Walter, der den Wettstreit überwacht, schenkt Elliot keine Beachtung, obwohl er all seine Fähigkeiten vorführt. Da finden Elliot und seine beste Freundin, die Ziege Hazel, heraus, dass Walter plant, den Streichelzoo zu verkaufen, in dem die Beiden Leben, weil er nicht genug Geld abwirft. Nun ist Elliot erst recht entschlossen, es vor den Schlitten des Weihnachtsmannes zu schaffen, um mit seinem Ruhm auch den Streichelzoo retten. In Walters Kofferraum brechen die Beiden auf in Richtung Nordpol…

RICKERL - Musik is nur a Hobby

Regie: Adrian Goiginger AT/DE 2023, 104 min, deutsch (wienerisch) mit: Vodoo Jürgens, Agnes Hausmann, Ben Winkler, Rudi Larsen, Nicole Beutler, Der Nino aus Wien - Verleih: Filmladen

Die Wiener Beisl und Tschocherl sind Erich »Rickerl« Bohaceks  Wohnzimmer und Bühne: Im dichten Zigarettenrauch spielt er sich allabendlich für ein kleines Taschengeld direkt in die Herzen derer, die sich dort jede Nacht rumtreiben. Und statt endlich seine erste eigene Platte aufzunehmen, schlägt sich Rickerl mit Gelegenheitsjobs durch, ist Totengräber und Hochzeitssänger. Sein karges Einkommen reicht nicht einmal für einen Kinobesuch mit seinem sechsjährigen Sohn Dominik, den er über alles liebt. Für Dominik ist Rickerls anarchisches Boheme-Leben Abenteuer und Anstrengung zugleich. Zumal seine Mutter, Rickerls Ex-Freundin Viki , gut bürgerlich mit ihrem neuen Freund lebt; einem »gstopften Piefke« mit Eigenheim und Rollrasen. Rickerl, Freigeist und Chaot zugleich, steht sich immer wieder selbst im Weg. Sei es beim aufrichtigen Versuch, ein guter Vater zu sein, oder als Musiker endlich durchzustarten. Erst als er Gefahr läuft, seinen Sohn endgültig zu verlieren, merkt er, dass er nicht länger vor sich selbst davonlaufen kann.

 

Österreichischer Filmpreis 2024:
Beste Regie, Bestes Drehbuch – Adrian Goiginger, Beser männlicher Hauptdarsteller – Vodoo Jürgens, Bestes Casting – Angelika Kropej
Diagonale 2024: Schauspielpreis für bemerkenswerten Auftritt für Voodoo Jürgens / Preis für außergewöhnliche Produktionsleistung für 2010 Entertainment

Alarm

ALARM zeigt junge Freiwillige, die zum ersten Mal mit schweren Schicksalen konfrontiert werden, und erfahrene Einsatzkräfte, die bereits viel Traumatisches erlebt haben. Der Film beleuchtet, wie sie mit schwierigen Erfahrungen und ständigen Bedrohungen umgehen, und hinterfragt, wie man in einer fragilen Welt Halt findet, wenn das Unerwartete jederzeit eintreten kann. Ein filmischer Blick auf die existenzielle Unsicherheit unserer Zeit.

Verschwinden / Izginjanje

Filmemacherin Andrina Mračnikar begibt sich in ihrem Dokumentarfilm Verschwinden/Izginjanje in ihrer Südkärntner Heimat auf eine persönliche Spurensuche: Warum verschwindet die slowenische Sprache und mit ihr die slowenische Kultur immer mehr aus dem Alltag?

DIE DOHNAL

Regie: Sabine Derflinger AT 2019, 104 min, Deutsch + tw. dt. UT

Die Geschichte und die Geschichten der Frauen wurden über Jahrhunderte unterdrückt, nicht erzählt, vergessen…Johanna Dohnal war die erste Feministin in einer europäischen Regierung. DIE DOHNAL setzt der Ikone der österreichischen Politik ein Denkmal und schafft damit eine Identifikationsfigur für heutige und nachfolgende Generationen. Wir finden uns in ihr wieder, in ihren Kämpfen, ihren Siegen, ihrem Scheitern. Ein Film gegen das Vergessen und für eine gleichberechtigte Zukunft.

Großer Diagonale Preis – Bester Dokumentarfilm / Preis für außergewöhnliche Produktionsleistung (Diagonale 2020, AT) | Bester Dokumentarfilm / Bester Schnitt (Österr. Filmpreis 2021, AT)

Unseren gesamten Filmkatalog, der ebenfalls für Gemeindekinos zur Verfügung steht, findet Ihr

Die Umsetzung eines Gemeindekinos ist ganz einfach:

1. Schaut euch unsere Filmauswahl an und schreibt oder ruft  uns an, welchen Film ihr wann und wo zeigen wollt.

2. Wir stehen für Rückfragen zu Organisation und Konditionen zur Verfügung und helfen Euch gerne bei der Umsetzung der Filmabende.

3. Zur Umsetzung eures GemeindeKINOs fehlt jetzt nur noch der passende Veranstaltungsraum und die nötige Technik .

Und genau so einfach entsteht eine Kinogemeinde:

4. Veranstaltet regelmässige Filmabende, wo sich die Gemeinde wie bei einem Stammtisch trifft und austauscht.

Sorgt für den kulinarischen Rahmen, hier ist Eurer Kreativität keine Grenze gesetzt.

Wir bieten als Bonus die Möglichkeit sich auf Wunsch mit den Filmschaffenden auszutauschen.

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